2022 Aufstockung in Holzbauweise – neuer Wohnraum in der Karls

In der Kapellenstraße in Karlsruhe haben wir ein Wohngebäude aus dem Jahr 1958 um ein Vollgeschoss in leichter Holzbauweise aufgestockt. Die begrenzten Tragreserven des Bestands und die Anforderungen aus dem Erdbebennachweis waren entscheidend für die Wahl der Konstruktion. Mit ihrem geringen Eigengewicht bot die Holzbauweise die passende Lösung, um zusätzlichen Wohnraum auf dem bestehenden Gebäude zu schaffen.

Auf der vorhandenen Stahlbetondecke verlegten wir eine mineralische Dämmlage und montierten eine zusätzliche Decke aus rund 395 m² Brettsperrholz. Darauf errichteten wir die Außen-, Innen- und Wohnungstrennwände in Holzständerbauweise. Für die Wandkonstruktion verarbeiteten wir rund 9,6 m³ Konstruktionsvollholz, ergänzt durch aussteifende OSB-Beplankungen, mineralische Dämmung und sorgfältig ausgeführte Luftdichtungsanschlüsse.

Den oberen Abschluss bilden rund 347 m² Brettsperrholz-Deckenplatten, deren Unterseiten in Sichtqualität ausgeführt sind. Das Holz bleibt damit in den Wohnräumen sichtbar und macht die Bauweise auch im fertigen Gebäude erlebbar. Zu unseren Arbeiten gehörten außerdem die Ausbildung der Attiken und Dachränder, die erforderlichen Verankerungen sowie bituminöse Dampfsperrbahnen als vorübergehender Witterungsschutz. Die Luftdichtheit der Gebäudehülle wurde durch einen Blower-Door-Test überprüft.

Mit der Aufstockung erhält das Gebäude einen klaren oberen Abschluss und fügt sich harmonisch in die Höhenentwicklung der Nachbarbebauung ein. Das Projekt zeigt, wie sich mit Holzbau bestehende Gebäude weiterentwickeln und zusätzliche Wohnflächen schaffen lassen – ein Beitrag zur nachhaltigen Nachverdichtung in der Karlsruher Innenstadt.

Unsere Leistungen im Überblick

  • Aufstockung des Bestandsgebäudes um ein Vollgeschoss in leichter Holzbauweise
  • Zusätzliche Geschossdecke aus rund 395 m² Brettsperrholz auf mineralischer Dämmlage
  • Außen-, Innen- und Wohnungstrennwände in Holzständerbauweise mit rund 9,6 m³ Konstruktionsvollholz
  • Aussteifende OSB-Beplankungen und mineralische Dämmung der Wandkonstruktionen
  • Obere Decke aus rund 347 m² Brettsperrholz mit sichtbaren Holzoberflächen an der Unterseite
  • Ausbildung von Attiken, Dachrändern und Anschlüssen an den Bestand
  • Montage der erforderlichen Stahlbauteile, Verbindungsmittel und Verankerungen
  • Herstellung der Luftdichtheit und Einbau bituminöser Dampfsperrbahnen als vorübergehender Witterungsschutz
  • Überprüfung der Luftdichtheit durch einen Blower-Door-Test

 

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